Eine Organisation baut Brücken.

Neuer Blick auf den Nahen Osten

Pulverfass und politische Krisenregion – so kennen die meisten von uns den Nahen Osten und speziell Israel und das Westjordanland aus den Medien. Doch das bildet nur einen Teil der Realität ab. Pauschalurteile und Lagerdenken werden der komplexen Situation nicht gerecht. IrespectU hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Blick möglichst unvoreingenommen auf die Menschen vor Ort zu richten. Dabei gibt es, im direkten Kontakt, Überraschendes und Faszinierendes zu entdecken.

Die unglaubliche kulturelle Vielfalt Israels ist in unseren Breiten weitgehend unbekannt. Jemenitisch, äthiopisch, arabisch oder vielleicht doch lieber armenisch? Schon die kulinarischen Einflüsse und das vielfältige Kunsthandwerk ermöglichen viele spannende Entdeckungen. Schönheit und Genuss haben schließlich unendlich viele Facetten.

Auch die Lebensfreude der Menschen angesichts schwieriger Rahmenbedingungen beeindruckt so manchen Besucher des Landes. Spontaneität ist Trumpf und Flexibilität überlebenswichtig.

Und egal, ob man sich im jüdischen oder arabischen Umfeld bewegt: Der Zusammenhalt der Familien sowie die große Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft nötigen dem Fremden immer wieder Respekt ab. Gottvertrauen, Traditionen und Rituale gehören hier überall zum Leben und geben ihm oft eine wohltuende Struktur und Bodenhaftung.

Natürlich soll die Bedeutung des Konflikts nicht minimiert werden. Sabine Stamminger hat während der zweiten Intifada, des Gaza-Kriegs 2014 und der neuerlichen Welle der Gewalt seit Herbst 2015 selbst erfahren, wie sich das Leben unter diesen Bedingungen anfühlt. Sie ist aber auch immer wieder beeindruckt von den Menschen auf beiden Seiten, die sich für eine Veränderung der Situation einsetzen, Gräben überwinden wollen und dabei nicht aufgeben. IrespectU will diese positiven Ansätze unterstützen.

IrespectU wirbt auch dafür, pauschale Schuldzuweisungen zu vermeiden und die Menschen mit ihren Sorgen, Ideen und Träumen auch jenseits des Konflikts wahr zu nehmen.

Äthiopischer Friseursalon in Tel Aviv